Preisgekrönter Chor trifft schräge Boygroup.

„Rund 800 Leute sind am 22. September 2012 in die Ennigerloher Olympiahalle gekommen,
um das Doppelkonzert von Nolimit und Maybebop zu erleben. Der Ennigerloher Popchor
und Deutschlands schrägste A-cappella-Boygroup begeisterten ihr Publikum dreieinhalb
Stunden lang mit vokalen Preziosen, die bis in die letzten Reihen funkelten.

Die Entwicklung, die Nolimit während seines fünfjährigen Bestehens genommen hat, ist schier unglaublich.
Die unbeschwerte Sangesfreude koaliert inzwischen mit einer Professionalität, die dem Repertoire aus Pop,
Rock und Soul eine stimmige Note verleiht. Zudem setzen swingende Choreografien, wechselnde Outfits
und moderate Lichteffekte auch optisch ansprechende Akzente. Mal a cappella, mal mit Klavierbegleitung,
mal mit Percussion sang sich der mehrfach preisgekrönte Chor problemlos in die Herzen der Zuhörer und
bereitete den Boden für den zweiten Auftritt des Abends: Maybebop.
Mit viel Selbstironie präsentieren die vier Jungs eine perfekte Bühnenshow, die, so der Name ihres jüngsten
Programms, „extrem nah dran“ ist am A-cappella-Puls der Zeit. Sie fügen ihre geschulten Stimmen zu
einem homogenen Klangbild zusammen, vor dessen Hintergrund die Parodien doppelt komisch wirken.
Ein Markenzeichen von Maybebop ist das Mixen von Text und Musik gegensätzlicher Genres. Wenn die
Don Kosaken die „German Angst“ interpretieren, Rammstein die Comedian Harmonists auseinander-
nehmen und ein Bebop-Butzemann den Jazz tanzt, dann hilft nur noch eine basslastig-poetische Audienz
beim „König in Thule“, um das Zwerchfell halbwegs zu beruhigen.
Zu Paul Simons „You can call me Al“ fanden sich am Schluß Nolimit und Maybebop gemeinsam auf der
Bühne ein und genossen die stehend dargebrachten Ovationen in der restlos ausverkauften Olympiahalle.
In welchem Stadion wohl das nächste Konzert stattfinden wird?“
Die Glocke | 25. September 2012 [930 KB]